POPMYTHEN #2: SUPERHELD*INNEN

„Kann mir einer verraten in was für einer Welt wir heutzutage leben wollen? Wo ein Mann herumläuft wie eine Fledermaus und die ganze Presse auf sich zieht? Wo ein Mann seine Unterhose über seinem hautengen Gummi-Schlafanzug trägt? Und eine Frau als Kampfrüstung einen Bikini trägt?“

Man nehme an, die Welt sei gerettet. Es gäbe Frieden, Gleichheit, Gerechtigkeit und ja, auch ein bisschen Langeweile. Ist das der Zeitpunkt für eine/n Held*in sich zur Ruhe zu setzen? Ist das der Zustand, der das Ziel jeder/s Held*in ist? Was machen Superheld*innen nach dem Weltfrieden? Was machen wir ohne sie? Und will man überhaupt einen Zustand erreichen, der einen selbst überflüssig macht? Durch die gemeinsame Auseinandersetzung mit unterschiedlichstem Material – den alten griechischen Heldenepen, Comics, aktuellen Sci-Fi-Blockbustern und Netflix-Serien, Nietzsche wie auch Spieltheorie – ist ein Abend entstanden, der gängige Konzeptionen von Macht und Verantwortung untersucht, Ideale verfolgt und gleichzeitig hinterfragt und immer wieder auf Moralische Dilemma bei der vermeintlich so einfachen Einteilung in „Gut“ und „Böse“, „Schwarz“ und „Weiß“ stößt.

Thalia Theater, Nachtasyl/Garage
Premiere: 11.05.2016

TEXT Gábor Thury, Johanna Louise Witt
REGIE & VIDEO Johanna Louise Witt
DRAMATURGIE Gábor Thury
BÜHNE  Sammy Van den Heuvel
KOSTÜM Sophie Klenk-Wulff
MIT Alicia Aumüller, Sandra Flubacher