NORMALIA

„Es herrschte eine unzerstörbare Harmonie. Was wie Abweichungen oder Auseinandersetzungen aussah, war nur eine Bestätigung der etablierten Regeln.“

Sie sind immer da. In jeder noch so makellosen Geschichte tauchen sie früher oder später auf: Irregularitäten. Verformungen. Geschwüre, die von der „gesunden“ Form oder der, auf die man sich geeinigt hat, abweichen. Krankheiten und Irrsinnigkeiten, die die normale Funktion einschränken oder letztlich gar das Leben in Gefahr bringen. Diese Fehler müssen diagnostiziert und behoben, die Monster müssen domestiziert werden. Doch so sehr wir sie auch bekämpfen, heilen oder in den Griff bekommen, so sehr treten die Störungen in immer anderer Form auf. Sie definieren, limitieren und verdrehen unsere Wahrheiten. Welche Erzählung liegt gerade in diesen Dysfunktionen? Welche Möglichkeiten liegen in den Tabus? Wie klingt die Unregelmäßigkeit der Normalität?
Eine Suche nach den Geschichten und Klängen von Perfektion, Verwandlung und Zerfall.

ITZ – Institut für theatrale Zukunftsforschung im Zimmertheater Tübingen
Premiere: 14.12.2019

REGIE, TEXT & BÜHNE Johanna Louise Witt
KOMPOSITION & DRAMATURGISCHE MITARBEIT Anna Bauer
KOSTÜM Linda Ilsemann, Camilla Noffke, Johanna Louise Witt, Anna Bauer
DRAMATURGIE Ilja Mirsky
ASSISTENZ Johanna Scheler
MIT Mario Högemann, Thea Rinderli, Christopher G. Wittkopp